Haarausfall? Das können Sie tun

Der Haarwuchs wird in erster Linie von den Genen bestimmt, doch auch Erkrankungen oder Medikamente können Einfluss nehmen. Eine Selbsttherapie empfiehlt sich auf keinen Fall.

Wenn das Haar lichter wird, führt das bei nicht wenigen Menschen zu einer psychischen Belastung. Insbesondere Frauen leiden unter hohem Haarverlust, doch auch den meisten Männern schwebt das Ideal einer üppigen, vollen „Mähne“ vor. Die Natur indes kennt kein Erbarmen: Bei rund vier von fünf Männern entstehen bis zum 80. Lebensjahr sogenannte Geheimratsecken und eine Tonsur, also eine kahle Stelle am Hinterkopf. Oftmals verbleibt nach einiger Zeit nur noch ein Haarkranz. Frauen sind zwar nicht so stark betroffen, doch fast jede dritte verzeichnet bis zum Greisinnenalter ebenfalls Haarausfall.

Verantwortlich sind in aller Regel die Gene, weshalb man von erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) spricht. Lange wurde angenommen, ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut beschleunige den Haarausfall. Tatsächlich jedoch verändert sich nicht der Hormonspiegel, sondern die Reaktion der Haarzellen auf Testosteron. Die Haare werden kürzer, ihr Lebenszyklus ebenfalls, die Stelle wird zwar nicht komplett kahl, sieht aber so aus.

Weitere Ursachen für Haarausfall

„Neben der genetischen Prägung kommen auch beispielsweise Eisenmangel, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Schilddrüsenleiden oder auch Medikamente als Ursachen für Haarausfall infrage. Eine bekannte Nebenwirkung ist Alopezie beispielsweise bei Statinen, wie sie bei hohem Cholesterinspiegel verschrieben werden, oder bei Beta-Blockern“, erklärt die Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski aus Berlin-Mitte. Wegen der vielfältigen möglichen Auslöser rät die Dermatologin unisono mit anderen Experten dringend dazu, Haarausfall nicht ohne ärztliche Diagnose selbst zu behandeln. Die Diagnoseerhebung besteht in der Regel aus einem Anamnesegespräch, einer Untersuchung der Kopfhaut und einem Trichogramm bzw. einem Trichoscan, mit dem die Haarwurzeln inspiziert werden.

Je nach Indikation stehen verschiedene Behandlungsoptionen offen. Eine zugrunde liegende Krankheit muss natürlich therapiert werden, ein auslösendes Medikament gegebenenfalls ersetzt. Um das Haarwachstum anzuregen, empfehlen sich nach den aktuellen Leitlinien die Mittel Minoxidil und Finasterid bei Männern sowie Minoxidil und Alfatradiol. Von wissenschaftlich ungeprüften Heilmitteln aus der Drogerie ist eher abzuraten, da ihre Wirksamkeit meist zweifelhaft ist. Die genannten Medikamente entfalten keine Langzeitwirkung, sondern müssen permanent genutzt werden. Bei Frauen mit hohem Testosteronspiegel kommt außerdem eine Hormontherapie infrage. Und am Ende bleibt auch noch die chirurgische Lösung: eine Haartransplantation. Die ist allerdings mit erheblichen Kosten verbunden. Entgegen einer verbreiteten Fehlannahme bringt es für das Haarwachstum nichts, häufiger zu schneiden oder die Stellen zu rasieren. Fazit: Wer unter Haarausfall leidet, sollte als Erstes einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen.

Das Praxisteam freut sich über engagierte Mitarbeiter (w/m)
für folgende Stellen (TZ/VZ):

Der Haarwuchs wird in erster Linie von den Genen bestimmt, doch auch Erkrankungen oder Medikamente können Einfluss nehmen. Eine Selbsttherapie empfiehlt sich auf keinen Fall.

Wenn das Haar lichter wird, führt das bei nicht wenigen Menschen zu einer psychischen Belastung. Insbesondere Frauen leiden unter hohem Haarverlust, doch auch den meisten Männern schwebt das Ideal einer üppigen, vollen „Mähne“ vor. Die Natur indes kennt kein Erbarmen: Bei rund vier von fünf Männern entstehen bis zum 80. Lebensjahr sogenannte Geheimratsecken und eine Tonsur, also eine kahle Stelle am Hinterkopf. Oftmals verbleibt nach einiger Zeit nur noch ein Haarkranz. Frauen sind zwar nicht so stark betroffen, doch fast jede dritte verzeichnet bis zum Greisinnenalter ebenfalls Haarausfall.

Verantwortlich sind in aller Regel die Gene, weshalb man von erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) spricht. Lange wurde angenommen, ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut beschleunige den Haarausfall. Tatsächlich jedoch verändert sich nicht der Hormonspiegel, sondern die Reaktion der Haarzellen auf Testosteron. Die Haare werden kürzer, ihr Lebenszyklus ebenfalls, die Stelle wird zwar nicht komplett kahl, sieht aber so aus.

Weitere Ursachen für Haarausfall

„Neben der genetischen Prägung kommen auch beispielsweise Eisenmangel, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Schilddrüsenleiden oder auch Medikamente als Ursachen für Haarausfall infrage. Eine bekannte Nebenwirkung ist Alopezie beispielsweise bei Statinen, wie sie bei hohem Cholesterinspiegel verschrieben werden, oder bei Beta-Blockern“, erklärt die Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski aus Berlin-Mitte. Wegen der vielfältigen möglichen Auslöser rät die Dermatologin unisono mit anderen Experten dringend dazu, Haarausfall nicht ohne ärztliche Diagnose selbst zu behandeln. Die Diagnoseerhebung besteht in der Regel aus einem Anamnesegespräch, einer Untersuchung der Kopfhaut und einem Trichogramm bzw. einem Trichoscan, mit dem die Haarwurzeln inspiziert werden.

Je nach Indikation stehen verschiedene Behandlungsoptionen offen. Eine zugrunde liegende Krankheit muss natürlich therapiert werden, ein auslösendes Medikament gegebenenfalls ersetzt. Um das Haarwachstum anzuregen, empfehlen sich nach den aktuellen Leitlinien die Mittel Minoxidil und Finasterid bei Männern sowie Minoxidil und Alfatradiol. Von wissenschaftlich ungeprüften Heilmitteln aus der Drogerie ist eher abzuraten, da ihre Wirksamkeit meist zweifelhaft ist. Die genannten Medikamente entfalten keine Langzeitwirkung, sondern müssen permanent genutzt werden. Bei Frauen mit hohem Testosteronspiegel kommt außerdem eine Hormontherapie infrage. Und am Ende bleibt auch noch die chirurgische Lösung: eine Haartransplantation. Die ist allerdings mit erheblichen Kosten verbunden. Entgegen einer verbreiteten Fehlannahme bringt es für das Haarwachstum nichts, häufiger zu schneiden oder die Stellen zu rasieren. Fazit: Wer unter Haarausfall leidet, sollte als Erstes einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen.