Beim Sonnenschutz ist Geiz fehl am Platz!

2,10 Euro – so viel geben die Deutschen pro Kopf und Jahr für Sonnenschutz aus. Das kann auch bei optimistischen Annahmen nicht ausreichen, wie die Hautkrebszahlen widerspiegeln.

Rund alle zwei Jahre legen sich die Deutschen im Durchschnitt eine neue Packung Sonnenschutzcreme zu. Macht 40,5 Millionen Einheiten im Jahr 2017. Gerade mal 2,10 Euro pro Person werden hierzulande jährlich in das wichtigste Hautkrebs-Präventionsmittel investiert. Wenn darin auch eine Tendenz nach oben zum Ausdruck kommt, so sind diese Zahlen immer noch deutlich zu niedrig. Selbst wenn die Menschen direkte Sonnenstrahlung konsequent meiden würden – wovon die meisten weit entfernt sind –, ließe sich kaum mit einer halben Packung Sonnencreme übers Jahr kommen. Schließlich spielt sich das Leben in Deutschland nicht in Höhlen ab.

Daraus lässt sich ableiten, dass das Hautkrebsrisiko noch immer weithin unterschätzt wird. „Gerade Menschen mit hellen Hauttypen, von denen es in Deutschland viele gibt, sollten auf sorgfältigen Schutz vor UV-Strahlen großen Wert legen“, warnt die Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski, die in Berlin-Mitte eine dermatologische Praxis betreibt. „Auch wenn das Risiko abstrakt erscheint: Jeder Sonnenbrand kann sich Jahre später rächen, und das auf lebensbedrohliche Weise.“

3.000 Hautkrebstote pro Jahr
Dem weitgehenden Verzicht auf Sonnenschutz dürfte es wesentlich zuzuschreiben sein, dass die Hautkrebszahlen in Deutschland seit Jahrzehnten nach oben schnellen. Zwar hat sich auch das Freizeitverhalten geändert, doch das erklärt nur einen kleinen Teil des Anstiegs. Relevanter ist der Fakt, dass die Deutschen immer älter werden. Dadurch kommen auch Krebserkrankungen zum Ausbruch, die bei einem früheren Ableben noch geschlummert hätten – vor allem wenn auf Sonnenschutz wenig Wert gelegt wurde.

Einige Daten, die auch die hartnäckigsten Sonnenschutz-Muffel aufrütteln sollten: Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen am bösartigen schwarzen Hautkrebs liegt heute bei rund 21.000 und hat sich damit seit den 1970er-Jahren etwa verfünffacht. Circa 3.000 Sterbefälle gehen pro Jahr auf diese Erkrankung, die in der Fachsprache malignes Melanom genannt wird, zurück. Auffällig ist, dass auch viele jüngere Menschen betroffen sind.

Am weniger gefährlichen weißen Hautkrebs erkranken pro Jahr rund 250.000 Menschen neu. Eine Auswertung saarländischer Krebsregisterdaten ergab, dass bei den jährlichen Neuerkrankungen am weißen Hautkrebs zwischen 1970 und 2012 eine Steigerung um das 10- bis 22-Fache verzeichnet wurde.  

Diese Tendenzen verdeutlichen, dass in puncto Sonnenschutz hierzulande noch viel getan werden kann und sollte. Und das heißt vor allem: mehr Sonnenschutzcreme kaufen und auch anwenden.

Das Praxisteam freut sich über engagierte Mitarbeiter (w/m)
für folgende Stellen (TZ/VZ):

2,10 Euro – so viel geben die Deutschen pro Kopf und Jahr für Sonnenschutz aus. Das kann auch bei optimistischen Annahmen nicht ausreichen, wie die Hautkrebszahlen widerspiegeln.

Rund alle zwei Jahre legen sich die Deutschen im Durchschnitt eine neue Packung Sonnenschutzcreme zu. Macht 40,5 Millionen Einheiten im Jahr 2017. Gerade mal 2,10 Euro pro Person werden hierzulande jährlich in das wichtigste Hautkrebs-Präventionsmittel investiert. Wenn darin auch eine Tendenz nach oben zum Ausdruck kommt, so sind diese Zahlen immer noch deutlich zu niedrig. Selbst wenn die Menschen direkte Sonnenstrahlung konsequent meiden würden – wovon die meisten weit entfernt sind –, ließe sich kaum mit einer halben Packung Sonnencreme übers Jahr kommen. Schließlich spielt sich das Leben in Deutschland nicht in Höhlen ab.

Daraus lässt sich ableiten, dass das Hautkrebsrisiko noch immer weithin unterschätzt wird. „Gerade Menschen mit hellen Hauttypen, von denen es in Deutschland viele gibt, sollten auf sorgfältigen Schutz vor UV-Strahlen großen Wert legen“, warnt die Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski, die in Berlin-Mitte eine dermatologische Praxis betreibt. „Auch wenn das Risiko abstrakt erscheint: Jeder Sonnenbrand kann sich Jahre später rächen, und das auf lebensbedrohliche Weise.“

3.000 Hautkrebstote pro Jahr
Dem weitgehenden Verzicht auf Sonnenschutz dürfte es wesentlich zuzuschreiben sein, dass die Hautkrebszahlen in Deutschland seit Jahrzehnten nach oben schnellen. Zwar hat sich auch das Freizeitverhalten geändert, doch das erklärt nur einen kleinen Teil des Anstiegs. Relevanter ist der Fakt, dass die Deutschen immer älter werden. Dadurch kommen auch Krebserkrankungen zum Ausbruch, die bei einem früheren Ableben noch geschlummert hätten – vor allem wenn auf Sonnenschutz wenig Wert gelegt wurde.

Einige Daten, die auch die hartnäckigsten Sonnenschutz-Muffel aufrütteln sollten: Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen am bösartigen schwarzen Hautkrebs liegt heute bei rund 21.000 und hat sich damit seit den 1970er-Jahren etwa verfünffacht. Circa 3.000 Sterbefälle gehen pro Jahr auf diese Erkrankung, die in der Fachsprache malignes Melanom genannt wird, zurück. Auffällig ist, dass auch viele jüngere Menschen betroffen sind.

Am weniger gefährlichen weißen Hautkrebs erkranken pro Jahr rund 250.000 Menschen neu. Eine Auswertung saarländischer Krebsregisterdaten ergab, dass bei den jährlichen Neuerkrankungen am weißen Hautkrebs zwischen 1970 und 2012 eine Steigerung um das 10- bis 22-Fache verzeichnet wurde.  

Diese Tendenzen verdeutlichen, dass in puncto Sonnenschutz hierzulande noch viel getan werden kann und sollte. Und das heißt vor allem: mehr Sonnenschutzcreme kaufen und auch anwenden.