Risiko für weißen Hautkrebs steigt durch humane Papillomviren

Die Kombination aus UV-Licht und humanen Papillomviren fördert die Entstehung von weißem Hautkrebs, wie eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums kürzlich belegte.

Humane Papillomviren (HPV) sind in der breiten Öffentlichkeit vor allem aus dem gynäkologischen Kontext bekannt. Wegen der Gebärmutterhalskrebs-fördernden Wirkung wird jungen Frauen eine HPV-Impfung empfohlen (jungen Männern ebenfalls, um Herdenschutz zu erreichen). Doch auch dermatologisch spielen HPV eine Rolle.

„HPV finden sich auf der Haut jedes Menschen. Üblicherweise infizieren sich die Epithelzellen der Haut und einiger Schleimhäute schon in ganz jungen Jahren, was für ein normal funktionierendes Immunsystem aber kein Problem darstellt“, erläutert die in Berlin-Mitte ansässige Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski.  

Schon länger hegten Krebsforscher die Vermutung, dass bestimmte HPV auch die Entstehung von weißem Hautkrebs begünstigen, und zwar im Zusammenspiel mit UV-Strahlung. Dass diese einen wesentlichen Risikofaktor für weißen und schwarzen Hautkrebs darstellt, steht außer Zweifel. Nun konnten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums erstmals auch die Wirkung der HPV experimentell belegen.

UV-Strahlung wie im Mittelmeerurlaub

Die Forscher testeten die HPV-Wirkung bei einer Mäuseart, bei der meist wie beim Menschen bereits früh im Leben eine Papillomviren-Infektion stattfindet. Eine Gruppe von Kontrolltieren wurde virusfrei aufgezogen. Sodann wurden die Mäuse UV-Strahlung ausgesetzt, deren Dosis in etwa der eines Mittelmeerurlaubs entsprach. Das Ergebnis war eindeutig: Weißer Hautkrebs trat ausschließlich bei virusinfizierten Mäusen auf, nicht aber bei den Kontrolltieren. Zudem konnten die Forscher entschlüsseln, warum sich in fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen keine HPV mehr nachweisen lassen, auch wenn die Viren an deren Entstehung beteiligt waren.

Die Wissenschaftler empfehlen nun, Impfstoffe gegen die betreffenden HPV zu entwickeln. Denn vor allem Empfänger von Organtransplantaten sind stark von weißem Hautkrebs betroffen – ihr Erkrankungsrisiko ist 250-fach erhöht.

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Die Kombination aus UV-Licht und humanen Papillomviren fördert die Entstehung von weißem Hautkrebs, wie eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums kürzlich belegte.

Humane Papillomviren (HPV) sind in der breiten Öffentlichkeit vor allem aus dem gynäkologischen Kontext bekannt. Wegen der Gebärmutterhalskrebs-fördernden Wirkung wird jungen Frauen eine HPV-Impfung empfohlen (jungen Männern ebenfalls, um Herdenschutz zu erreichen). Doch auch dermatologisch spielen HPV eine Rolle.

„HPV finden sich auf der Haut jedes Menschen. Üblicherweise infizieren sich die Epithelzellen der Haut und einiger Schleimhäute schon in ganz jungen Jahren, was für ein normal funktionierendes Immunsystem aber kein Problem darstellt“, erläutert die in Berlin-Mitte ansässige Hautärztin Dr. Sybille Thoma-Uszynski.  

Schon länger hegten Krebsforscher die Vermutung, dass bestimmte HPV auch die Entstehung von weißem Hautkrebs begünstigen, und zwar im Zusammenspiel mit UV-Strahlung. Dass diese einen wesentlichen Risikofaktor für weißen und schwarzen Hautkrebs darstellt, steht außer Zweifel. Nun konnten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums erstmals auch die Wirkung der HPV experimentell belegen.

UV-Strahlung wie im Mittelmeerurlaub

Die Forscher testeten die HPV-Wirkung bei einer Mäuseart, bei der meist wie beim Menschen bereits früh im Leben eine Papillomviren-Infektion stattfindet. Eine Gruppe von Kontrolltieren wurde virusfrei aufgezogen. Sodann wurden die Mäuse UV-Strahlung ausgesetzt, deren Dosis in etwa der eines Mittelmeerurlaubs entsprach. Das Ergebnis war eindeutig: Weißer Hautkrebs trat ausschließlich bei virusinfizierten Mäusen auf, nicht aber bei den Kontrolltieren. Zudem konnten die Forscher entschlüsseln, warum sich in fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen keine HPV mehr nachweisen lassen, auch wenn die Viren an deren Entstehung beteiligt waren.

Die Wissenschaftler empfehlen nun, Impfstoffe gegen die betreffenden HPV zu entwickeln. Denn vor allem Empfänger von Organtransplantaten sind stark von weißem Hautkrebs betroffen – ihr Erkrankungsrisiko ist 250-fach erhöht.